A2: Gedenkort für Femizide auf dem Münchner Frauenplatz
Antragsteller*in: | Grüne Stadtratsfraktion (dort beschlossen am: 06.02.2025) |
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Antragshistorie: | Version 1(07.02.2025) |
Antragsteller*in: | Grüne Stadtratsfraktion (dort beschlossen am: 06.02.2025) |
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Antragshistorie: | Version 1(07.02.2025) Version 1 |
Der Kreisverband München von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt den Aufruf der
Zivilgesellschaft (insbesondere des Stadtbunds der Münchner Frauenverbände, des
Runden Tisches gegen Männergewalt, u. V. m.) nach einem Gedenk- und
Informationsort für Femizide auf dem Münchner Frauenplatz.
Am Frauenplatz soll in zentraler Lage ein Ort entstehen, um der Opfer und
Betroffenen zu gedenken und dem Thema der Gewalt an Frauen dauerhafte
Sichtbarkeit zu verschaffen.
Informationen zur patriarchalen Gewalt sollen vor Ort dokumentiert und der
Öffentlichkeit zugänglich und durch eine begleitende gestalterisch-
künstlerischen Arbeit bzw. Intervention im öffentlichen Raum zum Ausdruck
gebracht werden.
Die Grünen Stadträt*innen sollen sich dafür einsetzen, diese Initiative
parteiübergreifend mit allen Fraktionen in die Umsetzung zu bringen.
Weltweit werden täglich mehrere Tausend Frauen, Mädchen, trans und nicht-binäre Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Geschlechtsidentität ermordet. Allein im Jahr 2023 wurden in Deutschland 938 Frauen* und Mädchen Opfer von ver- suchten oder vollendeten Femiziden, fast täglich wurde eine Frau* in Deutschland getötet. Zudem erleben Frauen* und Mädchen alle drei Minuten häusliche Gewalt und täglich werden mehr als 140 von ihnen Opfer einer sexualisierten Straftat.
Der geplante Gedenkort am Frauenplatz soll die Thematik der Femizide und der geschlechtsspezifischen Gewalt mitten im Stadtraum verankern. Ein solcher Ort ermöglicht Gedenken, Begegnung und Information. Er kann als fester Anlaufpunkt für Gedenkveranstaltungen und aktivistische Formate genutzt werden. Die begleitende gestalterisch-künstlerische Arbeit soll zum Nachdenken und Reflektieren einladen.
Angesichts der stetig steigenden und alarmierenden Zahlen ist es unerlässlich, das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gewalt zu schärfen und den Betroffenen und Opfern dauerhafte Sichtbarkeit zu geben, indem ihnen eine würdiger Gedenkort ge- widmet wird. Ein solcher Ort soll dazu beitragen, die Öffentlichkeit für dieses drängende Problem zu sensibilisieren und ein Zeichen gegen patriarchale Gewalt zu setzen.