| Antragsteller*in: | OV München-Nord (dort beschlossen am: 14.10.2026) |
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A7: Mehr Querverbindungen am Stadtrand – weniger Umwege
Antragstext
Die Stadtversammlung von Bündnis 90/Die Grünen München möge beschließen,
dass unsere Stadtratsfraktion sich künftig dafür einsetzt, stadtteilvernetzende
Querverbindungen außerhalb des mittleren Rings umzusetzen, bevor bestehende
Tangentialverbindungen innerhalb des mittleren Rings weiter ausgebaut, oder neue
innerhalb des mittleren Rings geschaffen werden. Dabei können diese zunächst als
Busse (idealerweise mit Vorrang ggü. dem motorisierten Individualverkehr)
eingerichtet werden und bei Bedarf soll anschließend deren Verstetigung als
Trambahnlinien erfolgen.
Begründung
Das über Jahre gewachsene Münchner Verkehrssystem ist stark Innenstadt-zentriert ausgerichtet. Die sternförmigen Hauptverkehrswege forcieren, dass ein großer Teil der Menschen außen von Bussen aufgesammelt werden und dann ihren täglichen Arbeitsweg einmal quer durch die Stadt zurücklegen müssen, auch wenn man nur von einem Außenbezirk in den benachbarten möchte. Das verlängert die Reisezeiten unnötig und belastet zudem die Hauptstrecken, die eh bereits am Rande der Kapazität operieren (s. U3/U6).
Wer schon mal versucht hat von Moosach nach Pasing zu kommen, weiß wie viel Lebenszeit dabei verloren geht. Als Alternative zu einer langwierigen, überfüllten Odyssee, mit vielen Umstiegen, langen Wartezeiten und dem vergeblichen Warten auf eine unzuverlässige S1, steigen viele Menschen dann wieder in ihr Auto. Wenn wir die Menschen jedoch unabhängig von Autos machen wollen, dann müssen wir ihnen auch gute Alternativen zur Verfügung stellen. Hier ist es nun an der Zeit neue Querverbindungen zu schaffen, da die Tangentialen bereits gut ausgebaut sind und wir die Außenbezirke nicht nur anbinden, sondern auch verbinden sollten.
Wir sollten dabei nicht auf den S-Bahn Ring Nord- oder den Südring warten. Der Freistaat hätte diesen bereits vor Jahrzehnten ertüchtigen können, vertagt diese aber ständig. Somit müssen wir als Stadt hier selbst proaktiv handeln, uns ein Vorbild an anderen Städten nehmen, und die An- und Verbindung der Stadtränder vorantreiben.
FAQ:
Warum Tram zu Verstetigung und keine U-Bahn:
=> Pro KM ist die Tram in Planung und Ausbau deutlich günstiger. So könnten allein von den 100 Millionen bisher genehmigten Planungskosten der U9 2km Tram Westtangente inklusive Planung gebaut werden (s. Projektseiten der SWM).
Warum reicht nicht das Auto für die Menschen:
=> Eine gute ÖPNV-Anbindung bedeutet Freiheit: Freiheit für die Menschen, die kein Auto fahren können (Kinder, Senior*innen, usw.) oder wollen. Eine gute ÖPNV-Anbindung bedeutet aber auch mehr Klimaschutz, da auch der ÖPNV pro Kopf deutlich weniger CO2 als ein Elektroauto (im Lebenszyklus) emittiert.
Unterstützer*innen
- Frederik Ostermeier
- Sven-Torsten Gigler