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            <title>Debattenparteitag 18.07.2024: Anträge</title>
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                <title>Debattenparteitag 18.07.2024: Anträge</title>
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                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
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                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.<br>
Große Chancen zur Entsiegelung bietet die Tram, deren Gleistrassen als Grüngleis erhebliches Entsiegelungspotenzial bieten. Das vorhandene Netz werden wir auf weitere Grüngleispotenziale untersuchen, auch mit der Trennung von Tram und MIV. Bei neuen Strecken werden wir abschnittsweise den Anteil von Grüngleisen maximieren und die Variante mit hohem Grüngleisanteil bevorzugen, soweit es die finanziellen Möglichkeiten der Landeshauptstadt zulassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Rückhaltung und Versickerung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Rückhaltebecken und Versickerungsflächen ist essenziell, um Starkregenereignisse besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen und tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Rückhaltebecken gesammelt und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat eine stadtweit möglichst hohe Speicherung im Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie zB der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Fazit</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 09:12:34 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72324</link>
                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Regenwasser speichern, Versickerung und Verdunstung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Zwischenspeichern zum Sammeln von Regenwasser wie z.B. Zisternen oder von Mischwasser durch Regenrückhaltebecken und Mulden als Versickerungs- und Verdunstungs-Flächen ist essenziell, um Starkregenereignisse und Hitzeperioden besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen, tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen und bei Hitzewellen die Vegetation mit Wasser zu versorgen sowie die Temperatur durch Verdunstung zu senken. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Mischwasser-Rückhaltebecken gepuffert und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat ein stadtweit möglichst hohes Sammeln von Regenwasser sowie eine hohe Speicherung im Boden, als Teil der Klimaanpassungsstrategie</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Bei bestehenden Quartieren, Plätzen und Straßen erfolgt dies bei größeren<br>
Umbauten sowie durch (Klein-)Maßnahmen mit einem besonders guten Nutzen-Kosten-Verhältnis. Sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, sind zu identifizieren und durch die obenstehenden Maßnahmen mit Priorität umzugestalten. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie zB der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Fazit</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 09:12:18 +0200</pubDate>
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                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
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                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Regenwasser speichern, Versickerung und Verdunstung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Zwischenspeichern zum Sammeln von Regenwasser wie z.B. Zisternen oder von Mischwasser durch Regenrückhaltebecken und Mulden als Versickerungs- und Verdunstungs-Flächen ist essenziell, um Starkregenereignisse und Hitzeperioden besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen, tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen und bei Hitzewellen die Vegetation mit Wasser zu versorgen sowie die Temperatur durch Verdunstung zu senken. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Mischwasser-Rückhaltebecken gepuffert und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat ein stadtweit möglichst hohes Sammeln von Regenwasser sowie eine hohe Speicherung im Boden, als Teil der Klimaanpassungsstrategie</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie zB der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Fazit</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 09:12:01 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72322</link>
                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72322</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Rückhaltung und Versickerung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Rückhaltebecken und Versickerungsflächen ist essenziell, um Starkregenereignisse besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen und tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Rückhaltebecken gesammelt und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat eine stadtweit möglichst hohe Speicherung im Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie zB der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen. Für den verbesserten Baumschutz werden wir uns auch auf Landes- und Bundesebene einsetzen. Insbesondere auf Landesebene werden wir uns im Rahmen der Novellierung der BayBO dafür einsetzen, das Baumschutz verbessert und nicht weiter abgeschwächt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Fazit</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 09:11:34 +0200</pubDate>
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                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.<br><br>
Für eine resiliente Stadt<br>
Resilienz meint die Anpassung der Bevölkerung und der Stadt an neue Gegebenheiten, wie z.B. den Klimawandel und die Wehrhaftigkeit der Gesellschaft gegenüber von Störfaktoren und -ereignissen. So schreibt das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie in einem Forschungsgutachten 2016 „Resilienz stellt angesichts zunehmender Risiken in der städtischen Umwelt eine wichtige neue Handlungsorientierung für die Stadtplanung dar, um Städte und Quartiere gegenüber externen Störereignissen widerstandsfähiger zu machen und insgesamt die Entwicklungsfähigkeit des Gemeinwesens zu erhalten. Eine Operationalisierung des Resilienzansatzes in den verschiedenen Planungsbereichen steht noch aus, es bestehen allenfalls erste Ansätze in Teilbereichen.“ Resilienz kann nicht isoliert betrachtet werden. So kann eine resiliente Gesellschaft nur entstehen, wenn Soziales, Wirtschaftliches, Ökologisches und viele andere Bereiche gemeinsam gedacht werden. Die Grünen München wollen eine resiliente Gesellschaft aktiv fördern und eine Operationalisierung von Resilienzplänen fordern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Rückhaltung und Versickerung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Rückhaltebecken und Versickerungsflächen ist essenziell, um Starkregenereignisse besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen und tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Rückhaltebecken gesammelt und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat eine stadtweit möglichst hohe Speicherung im Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie z.B. der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Rahmen des Konzepts zur Anpassung an den Klimawandel in München von 2016 und der ersten Fortschreibung des Münchener Klimaanpassungskonzepts von 2022 wurden umfangreiche Maßnahmen zum <strong>vorbeugenden</strong> Schutz vor Hitze- und Starkregenextremereignissen im Rahmen der Stadtentwicklung, Anpassung von Gebäuden und Stadtgrün, Niederschlagsmanagement und Gesundheitsschutz für vulnerable Gruppen beschlossen und z.T. bereits umgesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bislang wird der Aspekt der <strong>Reaktion auf Akutereignisse</strong> (z.B. mehrtägige Hitzewellen, exterme Höchsttemperaturen, andauernde Starkregenereignisse mit Grundwasseranstieg) dabei kaum berücksichtigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Hitzeaktionsplan mit Schwerpunkt &quot;Reaktion auf Akutereignisse&quot; kann z.B. folgende Maßnahmen vorbereiten und die entsprechenden Alarmierungs- und Aktivierungsschritte festlegen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Rahmen des Konzepts zur Anpassung an den Klimawandel in München von 2016 und der ersten Fortschreibung des Münchener Klimaanpassungskonzepts von 2022 wurden umfangreiche Maßnahmen zum <strong>vorbeugenden</strong> Schutz vor Hitze- und Starkregenextremereignissen im Rahmen der Stadtentwicklung, Anpassung von Gebäuden und Stadtgrün, Niederschlagsmanagement und Gesundheitsschutz für vulnerable Gruppen beschlossen und z.T. bereits umgesetzt.Bislang wird der Aspekt der <strong>Reaktion auf Akutereignisse</strong> (z.B. mehrtägige Hitzewellen, exterme Höchsttemperaturen, andauernde Starkregenereignisse mit Grundwasseranstieg) dabei kaum berücksichtigt.Ein Hitzeaktionsplan mit Schwerpunkt &quot;Reaktion auf Akutereignisse&quot; kann z.B. folgende Maßnahmen vorbereiten und die entsprechenden Alarmierungs- und Aktivierungsschritte festlegen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzewarnsysteme zur Warnung der Bevölkerung im öffentlichen Raum und gezielt für vulnerable Gruppen (Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kindergärten, Schulen, Sportvereine, alleinlebende Senioren) mit Verhaltensempfehlungen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>aktive Unterstützung für vulnerable Gruppen (z.B. alleinstehende Senior*innen, Bewohner*innen von Gemeinschaftsunterkünften, Obdachlose) durch Nottelefone, aktives Aufsuchen, Bereitstellung kühlender Räume, Trinkwasserversorgung etc.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>(online)-Stadtplan für heiße Tage mit Lokalisierung von kühlen oder klimatisierten Bereichen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kurzfristig abkühlende Maßnahmen (z.B. Flächenbewässerung)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Dazu müssen Maßnahmen erarbeitet werden, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten geklärt werden, Informations- und Aktivierungskanäle geregelt und etabliert werden und Eskalationsstufen definiert werden. Die bereits begonnene Erarbeitung eines durch das Gesundheitsreferat Hitzeaktionsplans erfordert die Zusammenarbeit relevanter kommunaler Akteur*innen aus Verwaltung, Bevölkerungsschutz, Gesundheitsvorsorge unter Beteiligung von Vertreter*innen vulnerabler Gruppen.
<h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.<br><br><strong>Diese Maßnahmen sollen durch ein Monitoring begleitet werden. Hierzu ist ein Standardschema zu entwickeln, dass Kosten- und Nutzen- sowie Chancen- und Risiko-Effekt darlegt. Ziel dieser Bewertung ist , Akzeptanz für die Maßnahmen zu erzielen und die langfristige Optimierung der Maßnahmen abzusichern.</strong></p><h2><strong>Fazit</strong></h2><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 09:11:06 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72320</link>
                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72320</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Rückhaltung und Versickerung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Rückhaltebecken und Versickerungsflächen ist essenziell, um Starkregenereignisse besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen und tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Rückhaltebecken gesammelt und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat eine stadtweit möglichst hohe Speicherung im Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie z.B. der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Rahmen des Konzepts zur Anpassung an den Klimawandel in München von 2016 und der ersten Fortschreibung des Münchener Klimaanpassungskonzepts von 2022 wurden umfangreiche Maßnahmen zum <strong>vorbeugenden</strong> Schutz vor Hitze- und Starkregenextremereignissen im Rahmen der Stadtentwicklung, Anpassung von Gebäuden und Stadtgrün, Niederschlagsmanagement und Gesundheitsschutz für vulnerable Gruppen beschlossen und z.T. bereits umgesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bislang wird der Aspekt der <strong>Reaktion auf Akutereignisse</strong> (z.B. mehrtägige Hitzewellen, exterme Höchsttemperaturen, andauernde Starkregenereignisse mit Grundwasseranstieg) dabei kaum berücksichtigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Hitzeaktionsplan mit Schwerpunkt &quot;Reaktion auf Akutereignisse&quot; kann z.B. folgende Maßnahmen vorbereiten und die entsprechenden Alarmierungs- und Aktivierungsschritte festlegen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Rahmen des Konzepts zur Anpassung an den Klimawandel in München von 2016 und der ersten Fortschreibung des Münchener Klimaanpassungskonzepts von 2022 wurden umfangreiche Maßnahmen zum <strong>vorbeugenden</strong> Schutz vor Hitze- und Starkregenextremereignissen im Rahmen der Stadtentwicklung, Anpassung von Gebäuden und Stadtgrün, Niederschlagsmanagement und Gesundheitsschutz für vulnerable Gruppen beschlossen und z.T. bereits umgesetzt.Bislang wird der Aspekt der <strong>Reaktion auf Akutereignisse</strong> (z.B. mehrtägige Hitzewellen, exterme Höchsttemperaturen, andauernde Starkregenereignisse mit Grundwasseranstieg) dabei kaum berücksichtigt.Ein Hitzeaktionsplan mit Schwerpunkt &quot;Reaktion auf Akutereignisse&quot; kann z.B. folgende Maßnahmen vorbereiten und die entsprechenden Alarmierungs- und Aktivierungsschritte festlegen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzewarnsysteme zur Warnung der Bevölkerung im öffentlichen Raum und gezielt für vulnerable Gruppen (Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kindergärten, Schulen, Sportvereine, alleinlebende Senioren) mit Verhaltensempfehlungen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>aktive Unterstützung für vulnerable Gruppen (z.B. alleinstehende Senior*innen, Bewohner*innen von Gemeinschaftsunterkünften, Obdachlose) durch Nottelefone, aktives Aufsuchen, Bereitstellung kühlender Räume, Trinkwasserversorgung etc.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>(online)-Stadtplan für heiße Tage mit Lokalisierung von kühlen oder klimatisierten Bereichen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kurzfristig abkühlende Maßnahmen (z.B. Flächenbewässerung)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Dazu müssen Maßnahmen erarbeitet werden, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten geklärt werden, Informations- und Aktivierungskanäle geregelt und etabliert werden und Eskalationsstufen definiert werden. Die bereits begonnene Erarbeitung eines durch das Gesundheitsreferat Hitzeaktionsplans erfordert die Zusammenarbeit relevanter kommunaler Akteur*innen aus Verwaltung, Bevölkerungsschutz, Gesundheitsvorsorge unter Beteiligung von Vertreter*innen vulnerabler Gruppen.
<h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.<br><br><strong>Diese Maßnahmen sollen durch ein Monitoring begleitet werden. Hierzu ist ein Standardschema zu entwickeln, dass Kosten- und Nutzen- sowie Chancen- und Risiko-Effekt darlegt. Ziel dieser Bewertung ist , Akzeptanz für die Maßnahmen zu erzielen und die langfristige Optimierung der Maßnahmen abzusichern.</strong></p><h2><strong>Fazit</strong></h2><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 09:10:47 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72319</link>
                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72319</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Rückhaltung und Versickerung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Rückhaltebecken und Versickerungsflächen ist essenziell, um Starkregenereignisse besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen und tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Rückhaltebecken gesammelt und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat eine stadtweit möglichst hohe Speicherung im Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie z.B. der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.<br><br><strong>Diese Maßnahmen sollen durch ein Monitoring begleitet werden. Hierzu ist ein Standardschema zu entwickeln, dass Kosten- und Nutzen- sowie Chancen- und Risiko-Effekt darlegt. Ziel dieser Bewertung ist , Akzeptanz für die Maßnahmen zu erzielen und die langfristige Optimierung der Maßnahmen abzusichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Fazit</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Jul 2024 21:10:43 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72318</link>
                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72318</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Rückhaltung und Versickerung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Rückhaltebecken und Versickerungsflächen ist essenziell, um Starkregenereignisse besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen und tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Rückhaltebecken gesammelt und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat eine stadtweit möglichst hohe Speicherung im Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie zB der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.<br><br><strong>Diese Maßnahmen sollen durch ein Monitoring begleitet werden. Hierzu ist ein Standardschema zu entwickeln, dass Kosten- und Nutzen- sowie Chancen- und Risiko-Effekt darlegt. Ziel dieser Bewertung ist , Akzeptanz für die Maßnahmen zu erzielen und die langfristige Optimierung der Maßnahmen abzusichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Fazit</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Jul 2024 21:05:56 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V1: Redezeiten</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/redezeiten-2151</link>
                        <author>Präsidium (dort beschlossen am: 15.07.2024)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/redezeiten-2151</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Folgende Redezeiten werden festgelegt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbringung und Gegenrede vom Leitantrag: <strong>10min</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbringung und Gegenrede von Anträgen: <strong>5min</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbringung und Gegenrede zu Änderungsanträge: <strong>3min</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Begründung und Gegenrede zur Dringlichkeit:<strong> 2min</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbringung und Gegenrede zu GO-Anträgen: <strong>2min</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Geloste Redebeiträge (politische Aussprache):<strong> 3min</strong></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 15 Jul 2024 15:32:29 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>AS6: Für eine resiliente Stadt</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Fur-eine-resiliente-Stadt-44278</link>
                        <author>AK Öffentliche Sicherheit (dort beschlossen am: 20.06.2024)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Fur-eine-resiliente-Stadt-44278</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es benötigt eine interdisziplinäre Zusammenführung von Anpassungs- und Reaktionsplänen zu einem gesamtgesellschaftlichen Resilienzansatz. Wir, der KV München, unterstützt die Entwicklung und Umsetzung einer gesamtgesellschaftlichen Resilienzstrategie.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Resilienz meint die Anpassung der Bevölkerung und der Stadt an neue Gegebenheiten, wie z.B. den Klimawandel und die Wehrhaftigkeit der Gesellschaft gegenüber von Störfaktoren und -ereignissen. So schreibt das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie in einem Forschungsgutachten 2016 „Resilienz stellt angesichts zunehmender Risiken in der städtischen Umwelt eine wichtige neue Handlungsorientierung für die Stadtplanung dar, um Städte und Quartiere gegenüber externen Störereignissen widerstandsfähiger zu machen und insgesamt die Entwicklungsfähigkeit des Gemeinwesens zu erhalten. Eine Operationalisierung des Resilienzansatzes in den verschiedenen Planungsbereichen steht noch aus, es bestehen allenfalls erste Ansätze in Teilbereichen.“ Resilienz kann nicht isoliert betrachtet werden. So kann eine resiliente Gesellschaft nur entstehen, wenn Soziales, Wirtschaftliches, Ökologisches und viele andere Bereiche gemeinsam gedacht werden. Dieser Antrag ist eine Willenserklärung der Grünen München eine resiliente Gesellschaft aktiv zu fördern und eine Operationalisierung von Resilienzplänen zu fordern.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 20:50:14 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>AS5: Erstellung eines Einsatzplans Starkregen und Hitzeschutz</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Erstellung-eines-Einsatzplans-Starkregen-und-Hitzeschutz-62625</link>
                        <author>AK Öffentliche Sicherheit (dort beschlossen am: 20.06.2024)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Erstellung-eines-Einsatzplans-Starkregen-und-Hitzeschutz-62625</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Stadtrat wird gebeten die obere Katastrophenschutzbehörde der Stadt mit der Erstellung eines Einsatzplans bei Starkregenereignissen und extremer mehrtägiger Hitze zu erstellen. Inklusive angepasster Alarm- und Ausrückeordnung (AAO)</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Rahmen des Konzepts zur Anpassung an den Klimawandel in München von 2016 und der ersten Fortschreibung des Münchener Klimaanpassungskonzepts von 2022 wurden umfangreiche Maßnahmen zum <strong>vorbeugenden</strong> Schutz vor Hitze- und Starkregenextremereignissen im Rahmen der Stadtentwicklung, Anpassung von Gebäuden und Stadtgrün (Flächen- und Straßenbegleitgrün), Niederschlagsmanagement und Gesundheitsschutz für vulnerable Gruppen beschlossen und z.T. bereits umgesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bislang wird der Aspekt der <strong>Reaktion auf Akutereignisse</strong> (z.B. mehrtägige Hitzewellen, hohe Vegetationsbrandgefahr, extreme Höchsttemperaturen, andauernde Starkregenereignisse mit Grundwasseranstieg) dabei kaum berücksichtigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gegenwärtig gibt es Verbesserungsbedarf in der Einsatzplanung des Katastrophen- und Bevölkerungsschutz in München, in Bezug auf Starkregen- und Hitzelagen. Derartige Szenarien mit großen Schadwassermengen bzw. Vegetationsbränden werden in der Gefahrenabwehr aktuell als singuläre Ereignisse abgearbeitet. Entscheidungen wer wann hinzugezogen wird und welche Maßnahmen getroffen werden, sind bisher von Einzelpersonen/-funktionen, bedürfen jedoch einer Standardisierung.<br>
Des Weiteren muss geprüft werden, ob ausreichend Einsatzmittel (z.B. Pumpen, Gerätesätze Vegetationsbrand) im Stadtgebiet verfügbar sind, um auf solche großflächigen Einsatzlagen reagieren zu können. Hierbei ist es von Bedeutung, Einsatzmittel aller Einsatzorganisationen im Stadtgebiet (z.B. THW, DLRG) in die Prüfung und Planung mit einzubeziehen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 20:49:13 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>AS4: Erforderliche bauliche (Schutz)Maßnahmen im Rahmen von hohen Grundwasserspiegeln umsetzen </title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Erforderliche-bauliche-Schutz-Massnahmen-im-Rahmen-von-hohen-Grundwass-15038</link>
                        <author>AK Öffentliche Sicherheit (dort beschlossen am: 20.06.2024)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Erforderliche-bauliche-Schutz-Massnahmen-im-Rahmen-von-hohen-Grundwass-15038</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Basierend auf der im Münchner Klimaanpassungsplans verankerten Kartographierung der Grundwasserspiegel, unter Einbeziehung von Starkregen- und Hochwassersimulationen, müssen zukünftige Bauprojekte (auch auf Einfamilienhaus-Ebene) Grundhochwasserschutzmaßnahmen beinhalten. Bereits gebaute Vorhaben müssen eine Prüfung möglicher Grundhochwasserschutzmaßnahmen durchführen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Münchner Klimaanpassungsplan und dessen Fortschreibung stellen einen wichtigen Baustein zu einer (Klima)resilienten Stadt dar. Es werden diverse Maßnahmen beschrieben, die die Auswirkungen von Klimarisiken in der Stadt reduzieren sollen. Bereits durchgeführt wurde eine Kartographierung von Grundwasserspiegeln, unter Berücksichtigung der Simulation von außergewöhnlichen Hochwasser- und Starkregenereignissen. Allerdings sind Konsequenzen aus der aktualisierten Risikoeinschätzung für Bauvorhaben und bereits bestehende Gebäude nicht näher beschrieben und wenn, dann sehr rudimentär. Um Menschen und Gebäude vor Grundhochwasser zu schützen, benötigt es einen baulichen Umsetzungsplan. Bei solchen Schadenslagen werden eine hohe Anzahl an Kräften der Behördlichen Organisationen mit Sicherheitsaufgaben für einen langen Zeitraum gebunden, was vermeidbar wäre.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 20:48:14 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>AS3: Fortschreibung und Erweiterung des Münchener Klimaanpassungskonzepts</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Fortschreibung-und-Erweiterung-des-Munchener-Klimaanpassungskonzepts-15342</link>
                        <author>AK Öffentliche Sicherheit (dort beschlossen am: 20.06.2024)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Fortschreibung-und-Erweiterung-des-Munchener-Klimaanpassungskonzepts-15342</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der nächsten Fortschreibung des Münchener Klimaanpassungskonzeptes ist der Schutz vor UV-Strahlung zu berücksichtigen. Informations- und Aufklärungskampagnen zum Thema Hitze- und UV-Schutz sind zu intensivieren.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Umsetzung der Maßnahmen aus der Fortschreibung des Münchener Klimaanpassungskonzepts von 2022 ist bis 2026 geplant, so dass die Planung der nächsten Fortschreibung schon jetzt erfolgen muss. Dabei sollen Themenbereiche berücksichtigt werden, die bislang (zu) wenig betrachtet wurden: 1.) Präventionsmaßnahmen für den UV-Schutz und 2.) verstärkte Informations- und Aufklärungskampagnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Zuge der Klimaveränderungen ist mit einer erhöhten UV-Bestrahlung der Bevölkerung zu rechnen, z.B. aufgrund der Zunahme der jährlichen Sonnenscheindauer, verlangsamter Regeneration der Ozonlöcher, veränderten Verhaltens wegen Erwärmung (mehr Aufenthalte im Freien, weniger Kleidung). Erhöhte UV-Exposition erhöht nicht nur das Risiko für Hautkrebserkrankungen, sondern auch für Erkrankungen des Auges, Immunsuppression etc. UV-Schutzmaßnahmen führen häufig auch zu Hitzeschutz, so dass Synergieeffekte erwartbar sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Verhältnisprävention durch bauliche Maßnahmen (z.B. Verschattung von öffentlichen Plätzen, Spielplätzen, etc.; Reduktion von Reflexion durch geeignete Baustoffe) muss bei städtebaulichen Maßnahmen und im Bestand mitgedacht werden. Vorschläge für Verhaltensprävention insbesondere im Bereich Kindergärten, Schulen, Altenheime müssen erarbeitet und verbreitet werden, z.B. zeitliche Anpassung von Aufenthalten im Freien, Sonnencreme für vulnerable Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Informations- und Aufklärungsbedarf in den Bereichen Hitzeschutz und UV-Schutz ist weiterhin sehr groß, die Problematiken werden teilweise in der Bevölkerung, aber auch bei Verantwortlichen für Baumaßnahmen, Arbeitgebenden, Betreuenden vulnerabler Gruppen etc. nicht erkannt und die möglichen Schutzmaßnahmen sind zu wenig bekannt.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 20:47:06 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>AS2: Erstellung eines Hitzeaktionsplans für München</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Erstellung-eines-Hitzeaktionsplans-fur-Munchen-30983</link>
                        <author>AK Öffentliche Sicherheit (dort beschlossen am: 20.06.2024)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Erstellung-eines-Hitzeaktionsplans-fur-Munchen-30983</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Stadtrat der Stadt München ist aufgefordert einen transdisziplinären Hitzeaktionsplan für das Stadtgebiet München erstellen zu lassen. Dies beinhaltet einen referatsübergreifenden Ansatz, der, basierend auf Risikobewertungen und Simulationen, für kritische Lebensbereiche und besonders betroffene Personen eine (Krisen)reaktion plant</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Rahmen des Konzepts zur Anpassung an den Klimawandel in München von 2016 und der ersten Fortschreibung des Münchener Klimaanpassungskonzepts von 2022 wurden umfangreiche Maßnahmen zum <strong>vorbeugenden</strong> Schutz vor Hitze- und Starkregenextremereignissen im Rahmen der Stadtentwicklung, Anpassung von Gebäuden und Stadtgrün, Niederschlagsmanagement und Gesundheitsschutz für vulnerable Gruppen beschlossen und z.T. bereits umgesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bislang wird der Aspekt der <strong>Reaktion auf Akutereignisse</strong> (z.B. mehrtägige Hitzewellen, exterme Höchsttemperaturen, andauernde Starkregenereignisse mit Grundwasseranstieg) dabei kaum berücksichtigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein Hitzeaktionsplan mit Schwerpunkt &quot;Reaktion auf Akutereignisse&quot; kann z.B. folgende Maßnahmen vorbereiten und die entsprechenden Alarmierungs- und Aktivierungsschritte festlegen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Hitzewarnsysteme zur Warnung der Bevölkerung im öffentlichen Raum und gezielt für vulnerable Gruppen (Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kindergärten, Schulen, Sportvereine, alleinlebende Senioren) mit Verhaltensempfehlungen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>aktive Unterstützung für vulnerable Gruppen (z.B. alleinstehende Senior*innen, Bewohner*innen von Gemeinschaftsunterkünften, Obdachlose) durch Nottelefone, aktives Aufsuchen, Bereitstellung kühlender Räume, Trinkwasserversorgung etc.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>(online)-Stadtplan für heiße Tage mit Lokalisierung von kühlen oder klimatisierten Bereichen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>kurzfristig abkühlende Maßnahmen (z.B. Flächenbewässerung)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dazu müssen Maßnahmen erarbeitet werden, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten geklärt werden, Informations- und Aktivierungskanäle geregelt und etabliert werden und Eskalationsstufen definiert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Erarbeitung eines Hitzeaktionsplans erfordert die Zusammenarbeit relevanter kommunaler Akteur*innen aus Verwaltung, Bevölkerungsschutz, Gesundheitsvorsorge unter Beteiligung von Vertreter*innen vulnerabler Gruppen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 20:46:06 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/71889</link>
                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/71889</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Rückhaltung und Versickerung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Rückhaltebecken und Versickerungsflächen ist essenziell, um Starkregenereignisse besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen und tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Rückhaltebecken gesammelt und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat eine stadtweit möglichst hohe Speicherung im Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie zB der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Fazit</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 16:33:38 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1: Verfahren für die Erstellung des Wahlprogramms zur Kommunalwahl 2026 </title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Verfahren-fur-die-Erstellung-des-Wahlprogramms-zur-Kommunalwahl-2026-49428</link>
                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 17.06.2024)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Verfahren-fur-die-Erstellung-des-Wahlprogramms-zur-Kommunalwahl-2026-49428</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Stadtvorstand leitet den Prozess zur Erstellung des Kommunalwahlprogramms2026. Er entscheidet insbesondere über die Gliederung des Programmentwurfs und über strukturelle Vorgaben für die einzelnen Kapitel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Inhalte der einzelnen Kapitel des Programmentwurfs werden von eigens hierzu vom Stadtvorstand eingesetzten Arbeitsgruppen entwickelt. Jede dieser Arbeitsgruppen wird von einemTandem geleitet, das aus einem Mitglied des Stadtvorstands und einem Mitglied des Fraktionsvorstands der Stadtratsfraktion besteht. Die Tandemsziehen fachlich zuständige Mitglieder der Stadtratsfraktion und fachlich versierte Basismitgliederhinzu.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Tandems führen mindestens zwei Beteiligungsrunden für Mitglieder durch. In der ersten Beteiligungsrunde findet ein Brainstorming der Inhalte statt. In der zweiten Beteiligungsrunde wird anhand eines Textentwurfes des Tandems diskutiert. Nach der anschließenden Überarbeitung des Textentwurfes kann bei Bedarf eine zusätzliche abschließende Beteiligungsrunde stattfinden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Anschluss werden die Entwürfe für die einzelnen Kapitel durch den Stadtvorstand in Absprache mit den Tandems inhaltlich, sprachlich und stilistisch zusammengeführt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der vom Stadtvorstand erstellte finale Programmentwurf wird auf einem Stadtparteitag vor der Sommerpause 2025 eingebracht und beschlossen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 17 Jun 2024 09:35:14 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>AS1: PocketParks – Kühlende Oasen in der heißen Stadt</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/PocketParks-Kuhlende-Oasen-in-der-heissen-Stadt-23400</link>
                        <author>Margot Lopez (KV München)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/PocketParks-Kuhlende-Oasen-in-der-heissen-Stadt-23400</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ich möchte euch dafür gewinnen, ein Netz von PocketParks / Taschenparks in dicht be­bauten Quartieren unserer Stadt einzurichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pocket Parks sind üppig bewachsene Grün-Inseln mit hoher Aufenthaltsqualität: Plätze von überschaubarer Größe mit Bäumen, Sträuchern, Blumen, Sitzgelegenheiten, Trink­brunnen oder Wasserspiel. Sie verwandeln Lücken und vergessene Brachen, vor allem bisher versiegelte Plätze, auch betonierte Schulhöfe oder breite Promenaden entlang verkehrsreicher Straßen in begrünte, gesundheitsfördernde Orte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Was können PP?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Oberflächen- und Umgebungstemperaturen werden durch Vegetation, Verschat­tung und Bodenfeuchtigkeit gesenkt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Regenwasser kann versickern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Luftqualität wird verbessert</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Artenvielfalt wird gefördert</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sie fördern Erholung und Erhalt von Gesundheit</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sie sind Treffpunkte im Quartier</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>PP dienen dem Gedanken der Umweltgerechtigkeit für vulnerable Gruppen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>PP sind eine für alle spürbare und sichtbare Maßnahme zur Klima-Anpassung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In München haben wir schöne große Parks. Den Raum für weitere große Parks haben wir nicht. Wir haben aber auffällig viele versiegelte Plätze und Flächen, die in einer anderen Zeit mit anderen Prioritäten und ästhetischen Vorstellungen geplant wurden, ohne ihre Hitzeentwicklung mitzudenken. Heute muss eine neue Priorität in der Planung gesetzt werden: die Reduzierung von Hitze zur Gesunderhaltung der Bevölkerung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir können einiges von südeuropäischen Städten lernen, wo solche Klein-Parks zum Stadtbild gehören. Zudem: seit 2022 entstehen europaweit neue PocketPark-Projekte: Athen hat 9 PP gebaut, London baut 100, Bochum baut 9, Warschau baut 7. - Wieviel baut München? - Paris entsiegelt und begrünt in ganz großem Stil, was – so die Berech­nungen - die Temperatur um 4 Grad senken wird. Ich lade euch ein, beim Gang durch un­sere Stadt ab jetzt den Blick zu öffnen für ein neues grünes Bild an Stellen, die heute grau, abweisend und versiegelt sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Umsetzung:<br>
Es lohnt, zu prüfen, an welchen Plätzen sich das Projekt mit vorhandenen Bäumen oder den neu geplanten Baumpflanzungen verbinden lässt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>PP sind ideal als Projekte mit Bürgerbeteiligung: Bochum lädt seine Bürger ein, Orte für Pocket Parks vorzuschlagen und bei der Einrichtung und Pflege zu partizipieren. Das Pro­jekt ist ein Erfolg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Finanzierung:<br>
Die KFW fördert PP mit bis zu 80% der Kosten für Einrichtung und Pflege.<br>
Auch ein Beteiligungs-Modell von Unternehmen ist denkbar und wird in manchen Städ­ten angewandt.<br></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bei ohnehin steigenden Lufttemperaturen erzeugen unsere urbanen Oberflächen zu­sätzlich eigene Hitze und geben sie an ihre Umgebung ab. Die dichte Bebauung lässt Hit­zeinseln entstehen, die an aufeinander folgenden heißen Tagen kaum abkühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Messungen der Abt. für Klimaanpassung der Stadt Bonn haben gezeigt: Bei einer Luft­temperatur von 30 Grad zeigt eine Wiese in der Sonne 33,1 Grad, eine Wiese im Schat­ten 23,2 Grad.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Gegensatz dazu: Asphalt und Bodenplatten entwickeln je nach Farbe Temperaturen zwischen 41,1 und 54,8 Grad. Parkende Autos entwickeln je nach Farbe Hitzewerte von 51,1 - 75,4 Grad – das sind die schwarzen Autos.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Laut einer <em>Lancet</em>-Studie gibt es in Deutschland im weltweiten Vergleich eine Rekord­zahl von vorzeitigen Todesfällen durch Hitze. Entsiegelung und intensive Begrünung - das Schaffen von gesunden Aufenthaltsorten ist das Mittel der Wahl.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 16 Jun 2024 20:33:26 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>