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            <title>Debattenparteitag 18.07.2024: Alles</title>
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                <title>Debattenparteitag 18.07.2024: Alles</title>
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                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
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                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.<br>
Große Chancen zur Entsiegelung bietet die Tram, deren Gleistrassen als Grüngleis erhebliches Entsiegelungspotenzial bieten. Das vorhandene Netz werden wir auf weitere Grüngleispotenziale untersuchen, auch mit der Trennung von Tram und MIV. Bei neuen Strecken werden wir abschnittsweise den Anteil von Grüngleisen maximieren und die Variante mit hohem Grüngleisanteil bevorzugen, soweit es die finanziellen Möglichkeiten der Landeshauptstadt zulassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Rückhaltung und Versickerung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Rückhaltebecken und Versickerungsflächen ist essenziell, um Starkregenereignisse besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen und tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Rückhaltebecken gesammelt und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat eine stadtweit möglichst hohe Speicherung im Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie zB der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Fazit</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 09:12:34 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72324</link>
                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Regenwasser speichern, Versickerung und Verdunstung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Zwischenspeichern zum Sammeln von Regenwasser wie z.B. Zisternen oder von Mischwasser durch Regenrückhaltebecken und Mulden als Versickerungs- und Verdunstungs-Flächen ist essenziell, um Starkregenereignisse und Hitzeperioden besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen, tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen und bei Hitzewellen die Vegetation mit Wasser zu versorgen sowie die Temperatur durch Verdunstung zu senken. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Mischwasser-Rückhaltebecken gepuffert und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat ein stadtweit möglichst hohes Sammeln von Regenwasser sowie eine hohe Speicherung im Boden, als Teil der Klimaanpassungsstrategie</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Bei bestehenden Quartieren, Plätzen und Straßen erfolgt dies bei größeren<br>
Umbauten sowie durch (Klein-)Maßnahmen mit einem besonders guten Nutzen-Kosten-Verhältnis. Sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, sind zu identifizieren und durch die obenstehenden Maßnahmen mit Priorität umzugestalten. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie zB der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Fazit</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 09:12:18 +0200</pubDate>
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                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
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                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Regenwasser speichern, Versickerung und Verdunstung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Zwischenspeichern zum Sammeln von Regenwasser wie z.B. Zisternen oder von Mischwasser durch Regenrückhaltebecken und Mulden als Versickerungs- und Verdunstungs-Flächen ist essenziell, um Starkregenereignisse und Hitzeperioden besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen, tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen und bei Hitzewellen die Vegetation mit Wasser zu versorgen sowie die Temperatur durch Verdunstung zu senken. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Mischwasser-Rückhaltebecken gepuffert und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat ein stadtweit möglichst hohes Sammeln von Regenwasser sowie eine hohe Speicherung im Boden, als Teil der Klimaanpassungsstrategie</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie zB der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Fazit</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 09:12:01 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72322</link>
                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72322</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Rückhaltung und Versickerung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Rückhaltebecken und Versickerungsflächen ist essenziell, um Starkregenereignisse besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen und tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Rückhaltebecken gesammelt und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat eine stadtweit möglichst hohe Speicherung im Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie zB der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen. Für den verbesserten Baumschutz werden wir uns auch auf Landes- und Bundesebene einsetzen. Insbesondere auf Landesebene werden wir uns im Rahmen der Novellierung der BayBO dafür einsetzen, das Baumschutz verbessert und nicht weiter abgeschwächt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Fazit</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 09:11:34 +0200</pubDate>
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                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.<br><br>
Für eine resiliente Stadt<br>
Resilienz meint die Anpassung der Bevölkerung und der Stadt an neue Gegebenheiten, wie z.B. den Klimawandel und die Wehrhaftigkeit der Gesellschaft gegenüber von Störfaktoren und -ereignissen. So schreibt das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie in einem Forschungsgutachten 2016 „Resilienz stellt angesichts zunehmender Risiken in der städtischen Umwelt eine wichtige neue Handlungsorientierung für die Stadtplanung dar, um Städte und Quartiere gegenüber externen Störereignissen widerstandsfähiger zu machen und insgesamt die Entwicklungsfähigkeit des Gemeinwesens zu erhalten. Eine Operationalisierung des Resilienzansatzes in den verschiedenen Planungsbereichen steht noch aus, es bestehen allenfalls erste Ansätze in Teilbereichen.“ Resilienz kann nicht isoliert betrachtet werden. So kann eine resiliente Gesellschaft nur entstehen, wenn Soziales, Wirtschaftliches, Ökologisches und viele andere Bereiche gemeinsam gedacht werden. Die Grünen München wollen eine resiliente Gesellschaft aktiv fördern und eine Operationalisierung von Resilienzplänen fordern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Rückhaltung und Versickerung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Rückhaltebecken und Versickerungsflächen ist essenziell, um Starkregenereignisse besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen und tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Rückhaltebecken gesammelt und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat eine stadtweit möglichst hohe Speicherung im Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie z.B. der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Rahmen des Konzepts zur Anpassung an den Klimawandel in München von 2016 und der ersten Fortschreibung des Münchener Klimaanpassungskonzepts von 2022 wurden umfangreiche Maßnahmen zum <strong>vorbeugenden</strong> Schutz vor Hitze- und Starkregenextremereignissen im Rahmen der Stadtentwicklung, Anpassung von Gebäuden und Stadtgrün, Niederschlagsmanagement und Gesundheitsschutz für vulnerable Gruppen beschlossen und z.T. bereits umgesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bislang wird der Aspekt der <strong>Reaktion auf Akutereignisse</strong> (z.B. mehrtägige Hitzewellen, exterme Höchsttemperaturen, andauernde Starkregenereignisse mit Grundwasseranstieg) dabei kaum berücksichtigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Hitzeaktionsplan mit Schwerpunkt &quot;Reaktion auf Akutereignisse&quot; kann z.B. folgende Maßnahmen vorbereiten und die entsprechenden Alarmierungs- und Aktivierungsschritte festlegen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Rahmen des Konzepts zur Anpassung an den Klimawandel in München von 2016 und der ersten Fortschreibung des Münchener Klimaanpassungskonzepts von 2022 wurden umfangreiche Maßnahmen zum <strong>vorbeugenden</strong> Schutz vor Hitze- und Starkregenextremereignissen im Rahmen der Stadtentwicklung, Anpassung von Gebäuden und Stadtgrün, Niederschlagsmanagement und Gesundheitsschutz für vulnerable Gruppen beschlossen und z.T. bereits umgesetzt.Bislang wird der Aspekt der <strong>Reaktion auf Akutereignisse</strong> (z.B. mehrtägige Hitzewellen, exterme Höchsttemperaturen, andauernde Starkregenereignisse mit Grundwasseranstieg) dabei kaum berücksichtigt.Ein Hitzeaktionsplan mit Schwerpunkt &quot;Reaktion auf Akutereignisse&quot; kann z.B. folgende Maßnahmen vorbereiten und die entsprechenden Alarmierungs- und Aktivierungsschritte festlegen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzewarnsysteme zur Warnung der Bevölkerung im öffentlichen Raum und gezielt für vulnerable Gruppen (Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kindergärten, Schulen, Sportvereine, alleinlebende Senioren) mit Verhaltensempfehlungen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>aktive Unterstützung für vulnerable Gruppen (z.B. alleinstehende Senior*innen, Bewohner*innen von Gemeinschaftsunterkünften, Obdachlose) durch Nottelefone, aktives Aufsuchen, Bereitstellung kühlender Räume, Trinkwasserversorgung etc.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>(online)-Stadtplan für heiße Tage mit Lokalisierung von kühlen oder klimatisierten Bereichen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kurzfristig abkühlende Maßnahmen (z.B. Flächenbewässerung)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Dazu müssen Maßnahmen erarbeitet werden, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten geklärt werden, Informations- und Aktivierungskanäle geregelt und etabliert werden und Eskalationsstufen definiert werden. Die bereits begonnene Erarbeitung eines durch das Gesundheitsreferat Hitzeaktionsplans erfordert die Zusammenarbeit relevanter kommunaler Akteur*innen aus Verwaltung, Bevölkerungsschutz, Gesundheitsvorsorge unter Beteiligung von Vertreter*innen vulnerabler Gruppen.
<h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.<br><br><strong>Diese Maßnahmen sollen durch ein Monitoring begleitet werden. Hierzu ist ein Standardschema zu entwickeln, dass Kosten- und Nutzen- sowie Chancen- und Risiko-Effekt darlegt. Ziel dieser Bewertung ist , Akzeptanz für die Maßnahmen zu erzielen und die langfristige Optimierung der Maßnahmen abzusichern.</strong></p><h2><strong>Fazit</strong></h2><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 09:11:06 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72320</link>
                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72320</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Rückhaltung und Versickerung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Rückhaltebecken und Versickerungsflächen ist essenziell, um Starkregenereignisse besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen und tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Rückhaltebecken gesammelt und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat eine stadtweit möglichst hohe Speicherung im Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie z.B. der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Rahmen des Konzepts zur Anpassung an den Klimawandel in München von 2016 und der ersten Fortschreibung des Münchener Klimaanpassungskonzepts von 2022 wurden umfangreiche Maßnahmen zum <strong>vorbeugenden</strong> Schutz vor Hitze- und Starkregenextremereignissen im Rahmen der Stadtentwicklung, Anpassung von Gebäuden und Stadtgrün, Niederschlagsmanagement und Gesundheitsschutz für vulnerable Gruppen beschlossen und z.T. bereits umgesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bislang wird der Aspekt der <strong>Reaktion auf Akutereignisse</strong> (z.B. mehrtägige Hitzewellen, exterme Höchsttemperaturen, andauernde Starkregenereignisse mit Grundwasseranstieg) dabei kaum berücksichtigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Hitzeaktionsplan mit Schwerpunkt &quot;Reaktion auf Akutereignisse&quot; kann z.B. folgende Maßnahmen vorbereiten und die entsprechenden Alarmierungs- und Aktivierungsschritte festlegen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Rahmen des Konzepts zur Anpassung an den Klimawandel in München von 2016 und der ersten Fortschreibung des Münchener Klimaanpassungskonzepts von 2022 wurden umfangreiche Maßnahmen zum <strong>vorbeugenden</strong> Schutz vor Hitze- und Starkregenextremereignissen im Rahmen der Stadtentwicklung, Anpassung von Gebäuden und Stadtgrün, Niederschlagsmanagement und Gesundheitsschutz für vulnerable Gruppen beschlossen und z.T. bereits umgesetzt.Bislang wird der Aspekt der <strong>Reaktion auf Akutereignisse</strong> (z.B. mehrtägige Hitzewellen, exterme Höchsttemperaturen, andauernde Starkregenereignisse mit Grundwasseranstieg) dabei kaum berücksichtigt.Ein Hitzeaktionsplan mit Schwerpunkt &quot;Reaktion auf Akutereignisse&quot; kann z.B. folgende Maßnahmen vorbereiten und die entsprechenden Alarmierungs- und Aktivierungsschritte festlegen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzewarnsysteme zur Warnung der Bevölkerung im öffentlichen Raum und gezielt für vulnerable Gruppen (Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kindergärten, Schulen, Sportvereine, alleinlebende Senioren) mit Verhaltensempfehlungen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>aktive Unterstützung für vulnerable Gruppen (z.B. alleinstehende Senior*innen, Bewohner*innen von Gemeinschaftsunterkünften, Obdachlose) durch Nottelefone, aktives Aufsuchen, Bereitstellung kühlender Räume, Trinkwasserversorgung etc.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>(online)-Stadtplan für heiße Tage mit Lokalisierung von kühlen oder klimatisierten Bereichen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kurzfristig abkühlende Maßnahmen (z.B. Flächenbewässerung)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Dazu müssen Maßnahmen erarbeitet werden, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten geklärt werden, Informations- und Aktivierungskanäle geregelt und etabliert werden und Eskalationsstufen definiert werden. Die bereits begonnene Erarbeitung eines durch das Gesundheitsreferat Hitzeaktionsplans erfordert die Zusammenarbeit relevanter kommunaler Akteur*innen aus Verwaltung, Bevölkerungsschutz, Gesundheitsvorsorge unter Beteiligung von Vertreter*innen vulnerabler Gruppen.
<h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.<br><br><strong>Diese Maßnahmen sollen durch ein Monitoring begleitet werden. Hierzu ist ein Standardschema zu entwickeln, dass Kosten- und Nutzen- sowie Chancen- und Risiko-Effekt darlegt. Ziel dieser Bewertung ist , Akzeptanz für die Maßnahmen zu erzielen und die langfristige Optimierung der Maßnahmen abzusichern.</strong></p><h2><strong>Fazit</strong></h2><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 09:10:47 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72319</link>
                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72319</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Rückhaltung und Versickerung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Rückhaltebecken und Versickerungsflächen ist essenziell, um Starkregenereignisse besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen und tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Rückhaltebecken gesammelt und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat eine stadtweit möglichst hohe Speicherung im Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie z.B. der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.<br><br><strong>Diese Maßnahmen sollen durch ein Monitoring begleitet werden. Hierzu ist ein Standardschema zu entwickeln, dass Kosten- und Nutzen- sowie Chancen- und Risiko-Effekt darlegt. Ziel dieser Bewertung ist , Akzeptanz für die Maßnahmen zu erzielen und die langfristige Optimierung der Maßnahmen abzusichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Fazit</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Jul 2024 21:10:43 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72318</link>
                        <author>Stadtvorstand (dort beschlossen am: 20.06.2024), Anna Hanusch, Florian Schönemann, Mona Fuchs</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72318</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Einleitung</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die klimatischen Veränderungen durch den anthropogenen Klimawandel stellen gerade eine dicht besiedelte Stadt wie unsere vor immense Herausforderungen. Extreme Hitze, lange Trockenperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse sind immer häufiger und intensiver geworden und ihre Auswirkungen bedrohen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in München und schädigen unsere Umwelt. Es ist daher unabdingbar, präventive und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um München zu einer widerstandsfähigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadt für alle zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind beide Aspekte wichtig – die Anpassung an die Folgen eines sich in rasendem Tempo verändernden Klimas und die Prävention. Wir Grüne München machen es uns deshalb schon seit langem zur Aufgabe, sowohl unsere bestehenden, als auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit nachweislich effektiven, tiefgreifenden und zeitnah umsetzbaren Maßnahmen können wir auch sozial vorbeugen. Denn es sind vor allem alte, junge oder kranke Menschen, für die große Hitze und Trockenheit gefährlich sind. Und wer am Ende des Monats jeden Euro zweimal umdrehen muss und nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten hat, selbst vorzusorgen, der soll sich auf eine verantwortungsvolle und weitsichtige Stadtregierung verlassen können. Es geht also um den körperlichen und sozialen Schutz aller Menschen ob arm oder reich, ob alt oder jung. Sie alle müssen sich in München auch in einigen Jahren und Jahrzehnten noch gut aufgehoben fühlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Leitantrag wollen wir Grüne München den Weg hin zu einer Großstadt zeichnen, die trotz der laufenden und noch kommenden Klimaveränderungen lebenswert für über eineinhalb Millionen Menschen bleibt. Dafür entwickeln wir eine umfassende Strategie und Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fokus liegt insbesondere auf den Themen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umsetzung des Schwammstadtprinzips mit Maßnahmen zum Wasserhaushalt, der Entsiegelung und Schaffung von mehr Flächen zur Versickerung und Wasserspeicherung sowie der Renaturierung und Freilegung unserer Bäche und Flüsse.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeanpassung der Stadt durch mehr Verschattung, Baumpflanzungen, Begrünung von Fassaden und Dächern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Hitzeaktionspläne mit angepasstem Verhalten bei Hitzeperioden, mehr Trinkwasserbrunnen und Plänen zu kühlen und schattigen Orten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>So bleibt München auch bei Hitze cool, so bewältigen wir Starkregen und Dürre</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starkregen und Dürreperioden bedürfen eines Wasserhaushalts- und -kreislaufsystems das diese Extreme abpuffert und ausgleicht. Die hochverdichtete Stadt kann mit Dächern, Straßen und Plätzen dem Wasser ohne Anpassungen keinen Raum bieten. Die Kanalisation ist von den Wassermengen überfordert und die Folgen sind überschwemmte Straßen und nasse Keller. Aber gerade auch in Zeiten der Dürre ist die Kanalisation nicht der richtige Ort für das wenige Regenwasser. Umso mehr Versickerungsflächen die Stadt bietet, um das wertvolle Wasser zu speichern, desto ausgeglichener ist sowohl der Wasserhaushalt in Dürrezeiten als auch der Kühleffekt durch Verdunstung. Um all dem Rechnung zu tragen sind verschiedene Maßnahmen für eine ausgeglichene grün-blaue Infrastruktur in der Landschaft und in der besiedelten Fläche notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entsiegelung und Begrünung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern eine konsequente Entsiegelung von Flächen in der Stadt, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Entsiegelte Flächen sollen durch Grünflächen mit wassergebundenen Wegen ersetzt werden, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Retentionsflächen bei Starkregen fungieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei greifen wir auf Möglichkeiten wie das Auflassen von Parkplätzen (bspw. durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Rückhaltung und Versickerung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau von Rückhaltebecken und Versickerungsflächen ist essenziell, um Starkregenereignisse besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen und tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in Rückhaltebecken gesammelt und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat eine stadtweit möglichst hohe Speicherung im Boden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Parks und Grünanlagen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Pflanzen und Gewässern sind Orte der Erholung. Gleichzeitig sorgen sie als natürliche „Klimaanlagen“ für eine spürbare Senkung der Temperaturen. Bei Starkregenereignissen wirken sie wie gigantische Schwämme, die Flüssigkeit aufnehmen. Mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ hat unsere Stadtratsfraktion deutlich gemacht, dass wir weiter daran arbeiten werden, noch mehr dieser Flächen zu erhalten und – wo möglich – neu zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen besonderen Fokus legen wir Grüne auf den Schutz und Erhalt von Bäumen. Bei Bauvorhaben muss immer jede Möglichkeit geprüft werden, wie alter Baumbestand ins Vorhaben integriert werden kann und nicht weichen muss, oder, falls nicht anders möglich, ortsnah umgepflanzt werden kann. Werden neue Flächen begrünt, sollen dort so viele neue Bäume wie möglich gepflanzt werden. Hierbei sollen möglichst heimische, aber vor allem klimaresiliente Arten gepflanzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neue Wohnquartiere, Gebäude, Parks und Straßen müssen nach dem Schwammstadtkonzept umgesetzt werden, bei dem die Speicherfähigkeit z.B. durch den Bodenaufbau noch erhöht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Wasserdurchlässige Straßen und Plätze</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Permeable Materialien:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Straßen und Plätze sollen vermehrt mit wasserdurchlässigen Materialien gestaltet werden, um die Versickerung zu fördern und Überflutungen zu vermeiden. Hierbei werden auch Möglichkeiten geschaffen neue Materialien der hydroaktiven Verkehrsgestaltung auszuprobieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Integrative Stadtplanung:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine integrative und nachhaltige Stadtplanung muss sicherstellen, dass neue Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. Auch müssen sogenannte Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, identifiziert und durch die obenstehenden Maßnahmen prioritär umgestaltet werden. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Isarauen und Gewässerpflege:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Renaturierung der südlichen Isarauen 2011 ist ein von uns angestoßenes grünes Erfolgsprojekt das uns gerade wieder vor größeren Überschwemmungen der Stadt bewahrt hat. Dazu bietet sie einen hohen Freizeitwert für die Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie zB der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><br>
Begrünte Dächer und Fassaden:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Begrünte Dächer und Fassaden tragen erheblich zur Reduktion der Hitzebelastung bei. Sie bieten zusätzliche Grünflächen, verbessern die Luftqualität und helfen, Regenwasser zu speichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir bestehende Förderungen für private Eigentümer*innen attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verschattung und Solarpaneele:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Plätze und Straßen sollen in erster Priorität durch Baumpflanzungen verschattet werden. Wo Grenzen gesetzt sind, können Rankhilfen und Pergolen die Aufenthaltsqualität verbessern und Kühlung bieten. Solarpaneele können zusätzlich zur Energiegewinnung beitragen und bspw. auf Parkplätzen gleichzeitig Schatten spenden. Sollten diese Maßnahmen nicht umsetzbar sein, ist auf Sonnensegel zurückzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Blaue Infrastruktur:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wasserelemente wie Brunnen, Teiche, Bachläufe oder Wasserrinnen sollen in der Stadtplanung verstärkt berücksichtigt werden. Sie wirken kühlend und verbessern das Stadtklima. Wir holen bestehende Bäche an die Oberfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Trinkwasserbrunnen:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an stark frequentierten Orten bietet nicht nur eine Erfrischung an heißen Tagen, sondern trägt auch zur Gesundheitsförderung bei. Wir führen das 100-Brunnen-Programm deshalb fort und weiten es auf die gesamte Stadt aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Hitzeaktionspläne</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Aufklärung, Sensibilisierung und Aktionspläne:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Informationskampagnen sollen die Bevölkerung über die Risiken von Hitze und die richtigen Verhaltensweisen informieren. Besonders ältere Menschen und Kinder brauchen spezifische Schutzmaßnahmen. Für Hitzetage sollen Notfallpläne entwickelt werden, wie Menschen gewarnt werden können, beispielsweise über Warnketten, Durchsagen oder Infoscreennachrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Frischluftschneisen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischluftschneisen leiten frische und kühlere Luft in die erhitze Stadt. Für die Stabilisierung unseres Stadtklimas sind sie unerlässlich. Deshalb tun wir alles für den Erhalt der bestehenden Frischluftschneisen und setzen diese auch als Voraussetzung bei der Bauplanung. Klimaanpassungsprüfungen und eine neue Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.<br><br><strong>Diese Maßnahmen sollen durch ein Monitoring begleitet werden. Hierzu ist ein Standardschema zu entwickeln, dass Kosten- und Nutzen- sowie Chancen- und Risiko-Effekt darlegt. Ziel dieser Bewertung ist , Akzeptanz für die Maßnahmen zu erzielen und die langfristige Optimierung der Maßnahmen abzusichern.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Fazit</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine lebenswerte Stadt für alle erfordert ein entschlossenes Handeln und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen: der Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere Stadt jetzt fit für die Zukunft machen und durch nachhaltige Maßnahmen sicherstellen, dass München auch in Zeiten des Klimawandels ein sicherer und lebenswerter Ort bleibt. Wir fordern daher den Stadtrat auf, diesen Leitantrag zu unterstützen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Jul 2024 21:05:56 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä9 zu LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72324/amendment/81601</link>
                        <author>Jürgen Trepohl (KV München)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72324/amendment/81601</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_36357_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 57 bis 58 einfügen:</h4><div><p>durch Rasengittersteine) und die Verbreiterung von Baumgräben und Grünstreifen ebenso zurück wie auf die weitere Begrünung und Baumpflanzungen.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br>Große Chancen zur Entsiegelung bietet die Tram, deren Gleistrassen als Grüngleis erhebliches Entsiegelungspotenzial bieten. Das vorhandene Netz werden wir auf weitere Grüngleispotenziale untersuchen, auch mit der Trennung von Tram und MIV. Bei neuen Strecken werden wir den Anteil von Grüngleisen maximieren und die Variante mit hohem Grüngleisanteil bevorzugen.</ins></p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>München hat durch die Grünen das größte Trambahnausbaupaket beschlossen. Wir müssen nochmal betonen, daß die Tram nicht nur einer der Hauptträger der Verkehrswende ist, sondern mit Grüngleisen auch einen großen Anteil an der Klimawandelanpassung und der Verbesserung der Biodiversität hat. Sie muß sich in einem Leitantrag zur lebenswerten Stadt unbedingt in diesem Zusammenhang wiederfinden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 16 Jul 2024 10:11:55 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä8 zu LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72323/amendment/81600</link>
                        <author>Sven-Torsten Gigler (KV München)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72323/amendment/81600</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_36357_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 95 bis 99:</h4><div><p>Bauprojekte die Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigen und konsequent umsetzen. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Auch müssen sogenannte </del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Bei bestehenden Quartieren, Plätzen und Straßen erfolgt dies bei größeren<br>Umbauten sowie durch (Klein-)Maßnahmen mit einem besonders guten Nutzen-Kosten-Verhältnis. Sogenannte </ins>Hitzeinseln, also Bereiche die sich besonders stark aufheizen, <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">identifiziert</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">sind zu identifizieren</ins> und durch die obenstehenden Maßnahmen <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">prioritär umgestaltet werden</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">mit Priorität umzugestalten</ins>. Hitzeinseln entstehen auch durch Fassaden- und Dachfarben, so dass hier mehr Spielraum in der Gestaltung ermöglicht werden muss.</p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>* Ergänzung: Maßnahmen bei Umbauten von Bestands-Quartieren, -Plätzen und -Straßen sowie (Klein-)Maßnahmen mit großem Nutzen-Kosten-Verhältnis (&quot;Quick-Wins&quot;).</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 16 Jul 2024 08:55:44 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä7 zu LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72322/amendment/81599</link>
                        <author>Sven-Torsten Gigler (KV München)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72322/amendment/81599</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_36357_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 59 bis 65:</h4><div><h3 class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Rückhaltung und Versickerung:</h3><h3 class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Regenwasser speichern, Versickerung und Verdunstung:</h3><p>Der Ausbau von <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Rückhaltebecken</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Zwischenspeichern zum Sammeln von Regenwasser wie z.B. Zisternen</ins> und <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Versickerungsflächen</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Mulden als Versickerungs- und Verdunstungs-Flächen</ins> ist essenziell, um Starkregenereignisse <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">und Hitzeperioden </ins>besser bewältigen zu können. Diese Maßnahmen verhindern Überschwemmungen<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"> und</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">,</ins> tragen dazu bei, das Grundwasser aufzufüllen<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> und bei Hitzewellen die Vegetation mit Wasser zu versorgen sowie die Temperatur durch Verdunstung zu senken</ins>. Ziel muss sein, dass nur in Ausnahmesituation das Wasser in <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Mischwasser-</ins>Rückhaltebecken <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">gesammelt</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">gepuffert</ins> und durch die Kanalisation abgeführt wird. Vorrang hat ein<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">e</del> stadtweit möglichst <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">hohe Speicherung im Boden.</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">hohes Sammeln von Regenwasser als Teil der Klimaanpassungsstrategie</ins></p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Kurze Begründung:<br>
* Klarere Formulierung: Bessere Abgrenzung der des Speicherns von Regenwasser zur späteren Verwendung von dem Puffern in Mischwasser-Rückhaltebecken der Kanalisation.<br>
* Zusätzlicher Punkt: Verdunstung von Regenwasser (direkt oder über die Vegetation) ist ebenfalls ein Ziel des Speicherns von Regenwasser.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 16 Jul 2024 08:48:40 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä6 zu LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72318/amendment/81598</link>
                        <author>Frank Dürsch (KV München)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72318/amendment/81598</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_36357_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 101 bis 102:</h4><div><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">zB</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">z.B.</ins> der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 16 Jul 2024 00:07:05 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä5 zu LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72321/amendment/81597</link>
                        <author>Frank Dürsch (KV München)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72321/amendment/81597</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_36357_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 125 bis 126 einfügen:</h4><div><p>attraktiver und unbürokratischer gestalten und in Bebauungspläne und Satzungen stärkere Festsetzungen treffen um noch mehr Grün am Bau umzusetzen.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> Für den verbeserenten Baumschutz wir uns auch auf Landes- und Bundesebene eingesetzt.</ins></p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Da große Bäume viele Luft filter und zur Kühlung der Stadt beitragem als junge Bäume, müssen diese Erhalten bleiben. Dafür muss Landesrecht und Bundesrecht geändert werden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 16 Jul 2024 00:01:22 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V1: Redezeiten</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/redezeiten-2151</link>
                        <author>Präsidium (dort beschlossen am: 15.07.2024)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/redezeiten-2151</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Folgende Redezeiten werden festgelegt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbringung und Gegenrede vom Leitantrag: <strong>10min</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbringung und Gegenrede von Anträgen: <strong>5min</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbringung und Gegenrede zu Änderungsanträge: <strong>3min</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Begründung und Gegenrede zur Dringlichkeit:<strong> 2min</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbringung und Gegenrede zu GO-Anträgen: <strong>2min</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Geloste Redebeiträge (politische Aussprache):<strong> 3min</strong></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 15 Jul 2024 15:32:29 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä4 zu LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72320/amendment/81578</link>
                        <author>AK Öffentliche Sicherheit (dort beschlossen am: 15.07.2024)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72320/amendment/81578</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_36357_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 13 bis 14 einfügen:</h4><div><p>auch in Planung befindlichen Stadtbezirke klimaresilient zu gestalten. Das wollen und werden wir auch weiter verstärkt tun.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br><br>Für eine resiliente Stadt<br>Resilienz meint die Anpassung der Bevölkerung und der Stadt an neue Gegebenheiten, wie z.B. den Klimawandel und die Wehrhaftigkeit der Gesellschaft gegenüber von Störfaktoren und -ereignissen. So schreibt das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie in einem Forschungsgutachten 2016 „Resilienz stellt angesichts zunehmender Risiken in der städtischen Umwelt eine wichtige neue Handlungsorientierung für die Stadtplanung dar, um Städte und Quartiere gegenüber externen Störereignissen widerstandsfähiger zu machen und insgesamt die Entwicklungsfähigkeit des Gemeinwesens zu erhalten. Eine Operationalisierung des Resilienzansatzes in den verschiedenen Planungsbereichen steht noch aus, es bestehen allenfalls erste Ansätze in Teilbereichen.“ Resilienz kann nicht isoliert betrachtet werden. So kann eine resiliente Gesellschaft nur entstehen, wenn Soziales, Wirtschaftliches, Ökologisches und viele andere Bereiche gemeinsam gedacht werden. Die Grünen München wollen eine resiliente Gesellschaft aktiv fördern und eine Operationalisierung von Resilienzplänen fordern.</ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 15 Jul 2024 12:54:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä3 zu LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72319/amendment/81577</link>
                        <author>AK Öffentliche Sicherheit (dort beschlossen am: 15.07.2024)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72319/amendment/81577</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_36357_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 101 bis 102 einfügen:</h4><div><p>Dieses Konzept muss an der Isar und weiteren Gewässern, wie z.B. der Würm und dem Hachinger Bach ebenfalls umgesetzt werden.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br><br>Risiken durch Grundwasser verstehen<br><br>Der Münchner Klimaanpassungsplan und dessen Fortschreibung stellen einen wichtigen Baustein zu einer (Klima)resilienten Stadt dar. Es werden diverse Maßnahmen beschrieben, die die Auswirkungen von Klimarisiken in der Stadt reduzieren sollen. Bereits durchgeführt wurde eine Kartographierung von Grundwasserspiegeln, unter Berücksichtigung der Simulation von außergewöhnlichen Hochwasser- und Starkregenereignissen. Allerdings sind Konsequenzen aus der aktualisierten Risikoeinschätzung für Bauvorhaben und bereits bestehende Gebäude nicht näher beschrieben und wenn, dann sehr rudimentär. Um Menschen und Gebäude vor Grundhochwasser besser zu schützen, sollen Beratungsangebote zu Grundhochwasserrisiken bei baulichen Vorhaben erweitert und verbessert werden.</ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 15 Jul 2024 12:36:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä2 zu LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72319/amendment/81576</link>
                        <author>AK Öffentliche Sicherheit (dort beschlossen am: 15.07.2024)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/72319/amendment/81576</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_36357_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 127 bis 131:</h4><div><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Im Rahmen des Konzepts zur Anpassung an den Klimawandel in München von 2016 und der ersten Fortschreibung des Münchener Klimaanpassungskonzepts von 2022 wurden umfangreiche Maßnahmen zum <strong>vorbeugenden</strong> Schutz vor Hitze- und Starkregenextremereignissen im Rahmen der Stadtentwicklung, Anpassung von Gebäuden und Stadtgrün, Niederschlagsmanagement und Gesundheitsschutz für vulnerable Gruppen beschlossen und z.T. bereits umgesetzt.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Bislang wird der Aspekt der <strong>Reaktion auf Akutereignisse</strong> (z.B. mehrtägige Hitzewellen, exterme Höchsttemperaturen, andauernde Starkregenereignisse mit Grundwasseranstieg) dabei kaum berücksichtigt.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Ein Hitzeaktionsplan mit Schwerpunkt &quot;Reaktion auf Akutereignisse&quot; kann z.B. folgende Maßnahmen vorbereiten und die entsprechenden Alarmierungs- und Aktivierungsschritte festlegen:</p><h3 class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Frühwarnsysteme und Notfallpläne:</h3><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li>Hitzewarnsysteme zur Warnung der Bevölkerung im öffentlichen Raum und gezielt für vulnerable Gruppen (Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kindergärten, Schulen, Sportvereine, alleinlebende Senioren) mit Verhaltensempfehlungen,</li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li>aktive Unterstützung für vulnerable Gruppen (z.B. alleinstehende Senior*innen, Bewohner*innen von Gemeinschaftsunterkünften, Obdachlose) durch Nottelefone, aktives Aufsuchen, Bereitstellung kühlender Räume, Trinkwasserversorgung etc.</li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li>(online)-Stadtplan für heiße Tage mit Lokalisierung von kühlen oder klimatisierten Bereichen,</li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li>kurzfristig abkühlende Maßnahmen (z.B. Flächenbewässerung)</li></ul><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Dazu müssen Maßnahmen erarbeitet werden, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten geklärt werden, Informations- und Aktivierungskanäle geregelt und etabliert werden und Eskalationsstufen definiert werden.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Es ist wichtig, ein Frühwarnsystem für Hitzewellen zu etablieren und Notfallpläne zu entwickeln, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Die Erarbeitung eines Hitzeaktionsplans erfordert die Zusammenarbeit relevanter kommunaler Akteur*innen aus Verwaltung, Bevölkerungsschutz, Gesundheitsvorsorge unter Beteiligung von Vertreter*innen vulnerabler Gruppen.</p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Wie in der Antragsvorbesprechung diskutiert: Einarbeitung von AS2, als Änderungsantrag, aufgrund der inhaltlichen überschneidungen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 15 Jul 2024 11:53:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä1 zu LA: “Lebenswerte Stadt für alle – Menschen in München vor Hitze und Starkregen schützen!“</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/71889/amendment/81514</link>
                        <author>Karlheinz Temmes (KV München)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/motion/71889/amendment/81514</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_36357_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 143 bis 144 einfügen:</h4><div><p>Flächenkulisse Luftaustausch ermöglichen uns die Sicherstellung der Frischluft aus dem Umland ebenso wie in innerstädtischer Bau- und Grünplanung.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br><br><strong>Transparente Kosten- und Risikobewertung</strong><br>Um die Transparenz der angestrebten Maßnahmen hinsichtlich entstehender Kosten und der entsprechenden Effekts auf die Risiko-Minimierung zu gewährleisten, sollen die Maßnahmen durch ein Monitoring begleitet werden. Hierzu ist ein Standardschema zu entwickeln, dass Kosten- und Risiko-Effekt für alle Stakreholder, insbesondere die betroffenen Bürger, transparent macht. Ziel dieser Bewertung ist es, Akzeptanz für die Maßnahmen zu erzielen und die langfristige Weiterentwicklung der Maßnahmen abzusichern.</ins></p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p><strong>Absicherung über ein Monitoring</strong></p>
<p>Wichtig ist hier die absichernde, parallele Betrachtung von Risiko- und Kostenseite. Wesentliche Bereiche dieses Einsatzplans werden notwendige bauliche Maßnahmen umfassen und entsprechend teuer sein. Im Sinne einer umfassenden Transparenz soll die bereits aktuell gegebene Kostenrelevanz des Klimawandels für jeden Bürger dargelegt werden.</p>
<p><strong>Einbeziehen weiterer Akteure</strong></p>
<p>Weitere Dienste, die im Rahmen der Vorbeugung und im Aktionsfall einzubeziehen sind, ssind neben den städtischen Diensten: DLRG, THW und Bundeswehr. Wie sich in den letzten Ausnahmesituationen in Bayern gezeigt hat, funktioniert die Einbeziehung weiterer Akteure nur unzureichend.</p>
<p>Um eine Einbeziehung der Dienste für Vorbeugung und im Aktionsfall zu gewährleiusten, sind entsprechende Meldeketten aufzubauen. Damit wird eine Bayern-weite Vernetzung für den Aktionsfall sichergestellt, lokale Überlastungen der DIenste werden vermieden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 10 Jul 2024 12:19:12 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä1 zu AS5: Erstellung eines Einsatzplans Starkregen und Hitzeschutz</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Erstellung-eines-Einsatzplans-Starkregen-und-Hitzeschutz-62625/81510</link>
                        <author>Karlheinz Temmes (KV München)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Erstellung-eines-Einsatzplans-Starkregen-und-Hitzeschutz-62625/81510</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Wichtig ist hier die zusätzliche Betrachtung von Risiko- und Kostenseite. Wesentliche Bereiche dieses Einsatzplans werden notwendige bauliche Maßnahmen umfassen und entsprechend teuer sein. Im Sinne einer umfassenden Transparenz soll die bereits aktuell gegebene Kostenrelevanz des Klimawandels für jeden Bürger dargelegt werden.<br>
<br>
Neben den städtischen Diensten sind hier zu nennen:<br>
DLRG</p>
<p>THW</p>
<p>Bundeswehr</p>
<p>Diese Meldeketten inklusive der beteilgten weiteren Dienste sind aufzubauen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 10 Jul 2024 10:56:27 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>AS6: Für eine resiliente Stadt</title>
                        <link>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Fur-eine-resiliente-Stadt-44278</link>
                        <author>AK Öffentliche Sicherheit (dort beschlossen am: 20.06.2024)</author>
                        <guid>https://grnmuc.antragsgruen.de/SV20240718/Fur-eine-resiliente-Stadt-44278</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es benötigt eine interdisziplinäre Zusammenführung von Anpassungs- und Reaktionsplänen zu einem gesamtgesellschaftlichen Resilienzansatz. Wir, der KV München, unterstützt die Entwicklung und Umsetzung einer gesamtgesellschaftlichen Resilienzstrategie.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Resilienz meint die Anpassung der Bevölkerung und der Stadt an neue Gegebenheiten, wie z.B. den Klimawandel und die Wehrhaftigkeit der Gesellschaft gegenüber von Störfaktoren und -ereignissen. So schreibt das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie in einem Forschungsgutachten 2016 „Resilienz stellt angesichts zunehmender Risiken in der städtischen Umwelt eine wichtige neue Handlungsorientierung für die Stadtplanung dar, um Städte und Quartiere gegenüber externen Störereignissen widerstandsfähiger zu machen und insgesamt die Entwicklungsfähigkeit des Gemeinwesens zu erhalten. Eine Operationalisierung des Resilienzansatzes in den verschiedenen Planungsbereichen steht noch aus, es bestehen allenfalls erste Ansätze in Teilbereichen.“ Resilienz kann nicht isoliert betrachtet werden. So kann eine resiliente Gesellschaft nur entstehen, wenn Soziales, Wirtschaftliches, Ökologisches und viele andere Bereiche gemeinsam gedacht werden. Dieser Antrag ist eine Willenserklärung der Grünen München eine resiliente Gesellschaft aktiv zu fördern und eine Operationalisierung von Resilienzplänen zu fordern.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 20:50:14 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>